Hubert
Sielecki studierte an der Hochschule für angewandte Kunst in Wien und an der
Filmhochschule in Lodz.
Seit 1982 lehrt er an der Universität für angewandte Kunst in der Klasse für Malerei, Animationsfilm und Tapisserie bei Christian Ludwig Attersee und hat dort noch unter Maria Lassnig das bislang einzige Lehrstudio dieser Art für Animationsfilm an Österreichs Kunsthochschulen eingerichtet.
Hubert Sielecki ist Drehbuchautor, Regisseur, Kameramann, Musiker, Tontechniker, Darsteller, Zeichner, Maler. Er macht Autorenfilme und verwendet vorwiegend die Technik des Animationsfilms. Das heißt, der Film entsteht in erster Linie durch Belichtung und Bearbeitung von Einzelbildern. Diese Bilder sind gemalt, gezeichnet, es können auch Gegenstände oder Menschen vor der Kamera in Einzelbild-Schritten aufgenommen werden.
Für
seine Arbeit erhielt Hubert Sielecki zahlreiche Preise und Auszeichnungen
im In- und Ausland. 1985 den Förderungspreis für Filmkunst und 1988 den Viennale-Preis.
1996 den ersten Preis für den Kurzfilm "Air Fright" bei der Diagonale
in Salzburg.
Mit
seiner Produktionsfirma "Animotion Films Vienna" produzierte Hubert
Sielecki von 1989 bis 1998 elf Kinowerbespots für die Zeitschrift "Falter"
und eine Reihe anderer Produktionen für verschiedene Institutionen, wie z.B.
Trailer für Festivals, für das Kuratorium für Verkehrssicherheit, oder 1999
einen Kinowerbespot für Compaq.
In
den Jahren 1992 bis 1996 war er Vertreter Österreichs bei der EU-Animationsfilm-Organisation
CARTOON in Brüssel.
1991 Gründung der
Filmgruppe A.S.K., in der er gemeinsam mit den Künstlern Paul Braunsteiner
und Luise Buisman an No Budget-Projekten arbeitet. Diese Filme entstehen ohne
Subventionen und ausschließlich in Eigenarbeit und Mitwirkung von Freunden
ohne Produktionskosten.
Seit 2000 ist
Hubert Sielecki Vorstandsmitglied
des Wiener Künstlerhauses und gemeinsam mit Michael Pilz
Leiter
des Bereichs Film und Audiovisionskunst.
Gastvorträge an in- und ausländischen Universitäten (2011 Filmakademie
Ludwigsburg) und Jurytätigkeiten (unter anderem beim 50. Filmfestival
Krakau und beim Stuttgarter Filmwinter 2010).
Seit 2011 Hubert Sielecki-Preis des Wiener Künstlerhauses und seit 2007
weitere Preise für experimentellen Animationsfilm an junge FilmemacherInnen
bei österreichischen Filmfestivals.
