Malerei und Fotografie

Inszenierungen der Wirklichkeit seit 160 Jahren

 

Leitung: Patrick Werkner

 

Thema des Seminars:

Bei ihren Anfängen vor 160 Jahren haben Fotografen versucht, das Medium der Malerei zu imitieren, indem sie deren Stilformen übernahmen. Ihrerseits waren die Maler durch die Eigenschaft der Fotografie, die Wirklichkeit detailgetreu abbilden zu können, herausgefordert. Malerei und Fotografie befinden sich seit damals und bis heute in einem Verhältnis von Wettstreit, Austausch und Kooperation. Im Verlauf des 20. Jahrhunderts und in der Gegenwartskunst gibt es eine Reihe von MalerInnen und FotografInnen, die diese Interaktionen in ihrem Schaffen repräsentieren: Pablo Picasso, Edward Hopper, Heinrich Kühn, Georgia O´Keeffe, Salvador Dali, Francis Bacon, Eleanor Antin, Pierre et Gilles, Cindy Sherman, Andres Serrano, Gerhard Richter...

um nur einige zu nennen. Aber auch in der Werbung, in der Fotografie des Touristen und in den privaten Familienalben ist unübersehbar, wie alte und neue Muster des Darstellens von Wirklichkeit aus kunsthistorischen Anregungen, insbesondere der Malerei, schöpfen.

Im Seminar soll dieser Austausch zwischen Malerei und Fotografie unter dem Aspekt der Inszenierung der Wirklichkeit thematisiert werden.

 

Termin: jeweils Do. 11h-12h30, Seminarraum des Ordinariats für Kultur- und Geistesgeschichte, Franz Josefs Kai 5/9.

Beginn: 11. 3. 2004.

Art der Lehrveranstaltung: Seminar; von den Teilnehmern wird kontinuierliche Anwesenheit, Diskussionsbeteiligung, ein mündliches Referat und dessen schriftliche Ausarbeitung (7-10 Seiten) erwartet.

 

Hinweis: Das Zeugnis für die Lehrveranstaltung ist auch für Medientheorie/Mediengeschichte anrechenbar.

 

Anmeldung: beim ersten Termin

 

Infos im Netz: www.dieangewandte.at/werkner/