Patriarchale Sprechstile und Gender Studies
(Auch anrechenbar für Schwerpunkt Gender)

Seminar, 2 Stunden, Marianne Sula-Lenhart,
Dienstag, 14:00-15:30 Uhr, Seminarraum Kultur- und Geistesgeschichte

 

Eine Grundannahme der Gender Studies besagt, dass gender (engl. Genus, Geschlecht) nicht kausal mit dem biologischen Geschlecht verknüpft ist, sondern als eine kulturelle Interpretation des Körpers zu verstehen ist, die dem Individuum über eine Geschlechteridentität und Geschlechterrolle einen spezifischen Ort innerhalb der gesellschaftlichen Ordnung zuweist. Als zugleich semiotische und soziokulturelle Kategorie meint gender folglich die Bedeutung(en), die eine Kultur der Unterscheidung von Mann und Frau verleiht und die sich mit anderen grundlegenden Sinnstiftungen überlagern bzw. sie stabilisieren kann.

Ziel des Seminars ist die Auseinandersetzung mit patriarchalen Sprach- und Sprechstilen als einem Konstrukt gesellschaftlicher Machtdiskurse sowie die Untersuchung der historischen Querelle des Femmes-Literatur bis hin zur ecriture féminine von Autorinnen wie Héléne Cixous.

Arbeitsanforderungen sind Erstellung eines Referats zum einem Seminarthema nach freier Wahl sowie zu einem spezifischen Thema