Malerei seit 1945 zwischen Figuration und Abstraktion

Seminar, 2 Stunden,
ao.Univ.Prof.Dr. Patrick Werkner,
Donnerstag, 11:00-12:30 Uhr,
Seminarraum Kultur- und Geistesgeschichte

 

Die Lehrveranstaltung ist dem Spannungsfeld zwischen figurativer und abstrakter Malerei gewidmet. Nach 1945 setzte sich in den westlichen Ländern das Diktum von der "Weltsprache-Abstraktion" durch. Es sollte einerseits die Kunsttyrannei der Nazis gegen Entartete Kunst, andererseits die propagandistische In-Dienst-Nahme der Kunst im Sozialistischen Realismus als überwunden anzeigen. Um 1980 meldete sich mit der sogenannten Neuen Malerei (Neue Wilde, Transavanguardia) eine figurative Malerei, die nie wirklich tot war, kraftvoll zurück. In der Gegenwartskunst ist, wie das Beispiel Gerhard Richters zeigt, die Verbindung von abstrakt und figurativ nicht nur möglich, sondern sogar Programm. Das Seminar soll einen Einblick in historische Entwicklungen bieten und Positionen aus der Gegenwartskunst thematisieren.