Kultur- und Geistesgeschichte – Seminar:
Kunst zwischen Event, Ästhetik, Wissenschaft – und Nichts? [SS 2008]

Mittwoch, jeweils von 14:00 bis ca. 18:00 Uhr (mit Pause!), Seminarraum Kulturgeschichte (Franz-Josefs-Kai 5/1/9)
1. Termin: 23.04.2008, 14:00–18:00 Vorbesprechung, Gruppeneinteilung, etc.
Termine: 21.05.2008, 28.05.2008, 04.06.2008, 11.06.2008, 18.06.2008

Manfred Wagner, Peter Gerlich & Hubert Ch. Ehalt
Institut für Kunstwissenschaften, Kunstpädagogik und Kunstvermittlung / Abteilung Kultur- und Geistesgeschichte
Tel: 71133-6500   Fax: 71133-6509   email: manfred.wagner@uni-ak.ac.at


Die Künste sind in unserer neoliberalen-kapitalistischen Gesellschaft in Bewegung geraten. Markt, Erscheinungsform, Vermittlung und Analyse mischen sich zu einem undurchdringlichen System, das die Negation ebenso zulässt wie die Genietat. Die Offenlegung alles damit in Assoziation Stehenden steigert diese Verwirrung ebenso wie die hermetische Individualisierung, die sich um die Rezeption des Allgemeinen nicht mehr kümmert und die Einzelbefriedigung der konstitutiven Elemente ebenso anstreben kann wie den Bluff oder die falsche Etikettierung. Da eine gesellschaftliche Vereinbarung, was Kunst denn sein könnte, nicht mehr existiert (vermutlich auch weil dies ein Normgerüst erforderte), schieben private Interessen und Interpretationen Kunstersätze ein, in der Hoffnung, damit Aufmerksamkeit zu erregen. In dieses Dilemma Ordnung zu bringen, zumindest ansatzweise, Zuschreibungen der einzelnen Objektbezüge zu ermöglichen und damit die dominierenden Interessenslagen aufzudecken, ist Zielsetzung dieses interdisziplinären Seminars, das von Politologen, Historikern und Künstlern in relativ gleichen Anteilen besucht werden soll.

Die Teilnahme an allen Terminen ist zur positiven Absolvierung des Seminars unbedingt erforderlich!

Arbeitsanforderungen

Anmeldung bis 21. April 2008 per email an das Sekretariat: Frau Martina Dragschitz
(bitte Name & Matrikelnummer anführen).


Created 2008-02-11