Kultur- und Geistesgeschichte – Vorlesung:
Körper: Alltag, Kultur, Kunst. Analysen und Theorien, Tabus und Affekte [WS 2008/09]

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Kultur- und Geistesgeschichte – Seminar:
Körper: Alltag, Kultur, Kunst. Analysen und Theorien, Tabus und Affekte [WS 2008/09]

1. Termin und Vorbesprechung:
Mittwoch, 22. Oktober 2008, 13 Uhr
Ort: Seminarraum A, Ferstel-Trakt, Dachgeschoß (Oskar Kokoschka-Platz 2, 1010 Wien)
Weitere Termine:
Mi, 5.11., 12.11., jeweils 12 Uhr,
Fr, 28.11., 16 Uhr, Fachliteraturbesprechung
Mi, 17.12., 12 Uhr, Besprechung der Seminararbeiten
Blockveranstaltung zur Vorstellung der Seminararbeiten nach Übereinkunft in der zweiten Jänner-Hälfte 2009

Änderungen werden per E-Mail bekannt gegeben

Hubert-Christian Ehalt
Institut für Kunstwissenschaften, Kunstpädagogik und Kunstvermittlung / Abteilung Kultur- und Geistesgeschichte
Tel: 71133-6501   Fax: 71133-6509   email: hubert.ehalt@uni-ak.ac.at


Im Rahmen des Seminars werden historische und aktuelle Theorien und Diskurse zur Körpergeschichte vorgestellt und analysiert und die „Forschungslandschaft“ in der prosperierenden Disziplin der Körpergeschichte dargestellt. Der Darstellung des menschlichen Körpers in den bildenden und darstellenden Künsten wird besonderes Augenmerk geschenkt.

Körperlichkeit, Körperbewusstsein, körperliche Fitness, körperliche Schönheit sind Begriffe, die in den letzten Jahrzehnten kontinuierlich an Bedeutung und Aktualität gewonnen haben. Die Menschen der westlichen Welt investieren wachsende materielle und mentale Mittel in Pflege, Training und ästhetische Gestaltung ihrer Körper, und sie verwenden immer mehr Zeit dafür. Wachsende Industrien erzeugen Kosmetika, Medikamente, Nahrungsmittel und Geräte, die der Erreichung der hoch gespannten ästhetischen, Fitness-, Hygiene- und Gesundheitsideale dienen. In der Geschichte wurden Körper und Körperlichkeit viel mehr als Schicksal, denn als gestaltbare Ressource erlebt. Verfall, Krankheit und Leiden waren die herausragenden Erlebnis- und Wahrnehmungsformen des Körperlichen. Körperideale, Tabus, Scham- und Peinlichkeitsschwellen veränderten sich mit den gesellschaftlichen Interessen und Strukturzusammenhängen. Die Angehörigen unterschiedlicher Stände und Milieus, Männer und Frauen, Land- und StadtbewohnerInnen und die Angehörigen unterschiedlicher Lebensaltersgruppen hatten unterschiedliche Chancen auf Gesundheit, Schönheit und alle anderen Formen körperlichen Wohlbefindens. Für die Künste (Bildende Kunst, Theater, Tanz, Performance) war die Frage der körperlichen Schönheit immer ein zentrales Thema.

Prüfungsmodus:
Themenbereiche für die Seminararbeit:
Körper und körperliche Entwicklung
Körper und Disziplinierung
Körper und Schönheit
Körper und Sexualität
Körper und Sport
Körper und Alltagskultur
Körper und Medizin
Körper und Hygiene
Körper und Gesundheit
Körper: Scham und Peinlichkeit
Körper und Mode
Körper in den Medien
Körper in den Popkulturen
Körper und Kunst
Frauenkörper
Männerkörper

Seminararbeit:
Künstlerische Arbeit oder wissenschaftliche Arbeit auf Literaturbasis, eigenständige und originelle Erarbeitung oder wissenschaftliche Arbeit auf der Grundlage von Feldforschung

Einhaltung der Termine, Lektüre eines wissenschaftlichen Fachbuches zum Thema für die Fachliteraturbesprechung, Erstellung einer Seminararbeit (siehe Punkt Prüfungsmodus)


Created 2008-09-29