Kultur- und Geistesgeschichte - Proseminar:
Was heißt eigentlich „FRAUEN gehen fremd?“ Zur Doppeldeutigkeit persönlicher Freiheit [WS 2002/03]
[auch anrechenbar für Schwerpunkt Gender]
Mittwoch, 13:00-16:00, Seminarraum Kulturgeschichte (Franz-Josefs-Kai 5/1/9)

Siegrid Düll
Institut für Kunst- und Kulturwissenschaften - Kunstpädagogik / Kultur- und Geistesgeschichte
Tel: 71133-6501   Fax: 71133-6509  


„Fremd-gehen“ heißt, den normativen, bisher als verbindlich anerkannten Lebensraum und Lebensstil zu verlassen und etwa als Missionarin, Diplomatin, Gastarbeiterin, Spionin oder Prostitutierte „Neuland“ zu betreten. Art, Dauer und Intensität des „Fremd-gehens“ bestimmen den Nutzen oder Schaden für das private oder öffentliche Wohlergehen.
Im Rahmen der Gender-Forschung sollen daher „auf der Suche nach dem Anderen“ weibliche Handlungsräume anhand biographischer Befunde festgestellt und ihre aktuelle Wertung untersucht werden.

Termine:
1. Termin („Vorbesprechung“) von 12:30-14:30 am 16. Okt. 02
weitere Termine (zur angegebenen Zeit):
30. Okt. 02, 13. Nov. 02, 27. Nov. 02, 4. Dez. 02, 8. Jän. 03, 22. Jän. 03

Literatur:
R. Kulik: Frauen „gehen fremd“: Wegbereiterinnen der deutschen Ethnologie (1990);
M. Schulz (Hg.): Von der Gastarbeiterin zur Bürgerin (1997);
R. Girtler: Die Prostituierte und ihre Kunden (1984);
F. Mernissi: Der Harem in uns und die Sehnsucht der Frauen (2002);
sowie Biographien über Mata Hari, Mutter Theresa und Politikerinnen der Gegenwart in West/Ost.


Created 2002-09-20