Kultur- und Geistesgeschichte – Seminar:
Kulturgeschichte der Juden in Zentraleuropa seit der Aufklärung [WS 2005/06]
Donnerstag, 13:30-15:00 Uhr, Seminarraum Kulturgeschichte (Franz-Josefs-Kai 5/1/9)

Ilija Dürhammer
Institut für Kunstwissenschaften, Kunstpädagogik und Kunstvermittlung / Abteilung Kultur- und Geistesgeschichte
Tel: 71133-6502   Fax: 71133-6509   email: Ilija.Duerhammer@uni-ak.ac.at


Im Zeitalter der Aufklärung trat auch die Emanzipation des vor allem mitteleuropäischen Judentums ihren Siegeszug an. Eine Assimilationswelle großen Ausmaßes war die Folge, die bis weit ins 19. Jahrhundert hineinreichte. Im deutschsprachigen Raum ist sie mit dem Namen Moses Mendelssohn verbunden, in der Literatur mit der Figur Nathan der Weise von Lessing.

Das Seminar soll aber auch die biblischen Anfänge des Judentums beleuchten, die jüdische Religion, das jüdische Brauchtum, die Diaspora, das jüdische Städtle, das Ghetto, die jiddische Sprache bis hin zu späteren Migrationen, besonders auch im „österreichischen“ Raum (der letzten Jahrzehnte der Monarchie), zum „Judenstaat“-Projekt des Wieners Theodor Herzl um 1900 und zur Neugründung Israels, der Neu-Institutionalisierung des Hebräischen und des Endes der zwei Jahrtausende währenden Diaspora.

Die in der Menschheitsgeschichte einzigartige Beibehaltung von Religion und Kultur einer staatenlosen Gesellschaft soll gemeinsam und behutsam umschrieben werden.


Created 2005-08-31