Huber, Elena.
Mode in der Sowjetunion 1917–1953.
Wien: Universität für angewandte Kunst Wien – Diss.phil. 2009

 
[Publikation: Huber, Elena (2011). Mode in der Sowjetunion 1917–1953 (= Angewandte Kulturwissenschaften Wien. 18). Wien: Edition PRAESENS; ISBN 978-3-7069-0633-3 brosch., 335 S.; Verlagsinfo | www.amazon.de | Inhalt PDF]
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Kurzfassung

Die Untersuchung des im Kostüm entstehenden Wandelns erlaubt uns, globale Prozesse im gesellschaftlichen Bewusstsein und die Herausbildung einer neuen Weltanschauung in einer oder anderen Epoche zu verstehen. Das revolutionäre Russland ist einer der besten Beispiele dafür. Die Voraussetzungen, die auf die Transformation eines postrevolutionären Kostüms einen bedeutenden Einfluss genommen haben, bilden sich schon in der vorrevolutionären Zeit. Schon damals beginnen „Pioniere des sowjetischen Designs“ ihre Arbeit. Ein wichtiger einflussreicher Faktor in der künstlerischen Suche im Bereich des Kostüms war die vom Grund auf veränderte Beziehung zu Mode. Zum Ausdruck gebracht wurde diese Tatsache durch die totale Verneinung und Übergehung der Gesetze der Mode. Sie verschwand aber dann doch nicht aus der neuen Gesellschaft, sondern passte sich den neuen sozialen, politischen und wirtschaftlichen Bedingungen sehr geschickt an und bekam neue Funktionen. Sie stieg zu den einfachen Menschen hinab und wurde jedem (wenn auch nur theoretisch) zugänglich. Das postrevolutionäre Kostüm war bunt gemischt, multidimensional und kompliziert. Darin widerspiegelten sich globale Prozesse, die einen ganzen Komplex neuer ethischen und moralischen Normen und Vorstellungen hervorbrachten, die alten Traditionen aber nicht zu Gänze brechen konnten. Die geistigen und ästhetischen Ideale eines „neuen“ Menschen, ihre Vorstellungen über ein neues Leben zeigten sich in einer bestimmten Form. Diese ist zum Symbol einer ganzen Epoche geworden und spielt für das Verständnis der Mentalität, der Wertvorstellungen und Idealen eines Menschen im heutigen Russland eine wichtige Rolle.


Abstract

Investigating the changes costume goes through helps us to understand global processes in social consciousness and the formation of a new perception of the world in any era. Revolutionary Russia and the future Soviet Union are the best examples for thorough analysis of this interconnection. The background which caused many changes in costume after the Revolution began to form long before 1917. At that time, “pioneers of Soviet” design started to appear. One of the important factors of creative searches related to costume was a brand new approach to fashion. First of all this was expressed in complete fashion denial and disregard of its laws. However, fashion did not disappear from the new society, but was artfully adjusted to the new social, political and economic conditions and gained new features. The most important fact was that it became available to ordinary people (at least in theory). Soviet costume was ostentatious and complex with multiple layers. It reflected global processes which gave birth to a set of new aesthetic and moral norms and ideas, but which also failed to break down old traditions completely. The spiritual and aesthetic ideals of a “new” person and that person's ideas of a new life were shown in a defined form. It became a symbol of the whole era, and it plays an extremely important role in understanding the modern Russian mentality and the possibility to show the values and ideals of the Russian people.


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