THE HUB
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Andrea Kessler
ZEITKÖRPER vs RAUMKÖRPER
3 x Zeit x Raum
Wenn von einem max-Patch 3 Datenstreams [also 3 Zahlen] ausgesendet werden, ergibt sich daraus ein im kartesischen Raum definierter Punkt: X / Y / Z. Dieser verändert – da ständig neue Daten produziert werden – somit seine Position mit jeder neuen Einheit. Wir sprechen von einem Zeitkörper.

Im besten Fall senden 12 HUBbies [die anderen Workshopteilnehmerinnen als »Datenlieferanten«] 12 Punkte in diesen virtuellen Raum. Diese durch Linien verbundenen Punkte stellen einen Datenraum dar, der im Begriff ist, stetig zu mutieren. Dieser als Körper wahrnehmbare Punkteansammlung ist nicht fassbar, das einzige Sichtbare sind die visuellen Eindrücke in Form einer 2dimensionalen Darstellung. Als Benutzerin kann ich einen Start- und einen Endpunkt bestimmen, um diesen Zeitkörper aufzuzeichnen und anzuspeichern. Das virtuelle statische Körpermodell wird in Folge über eine CNC-Fräse in Materialität umgewandelt. Als statisches Gebilde und »eingefrorener« Moment ist der ursprüngliche Datenkörper nicht mehr veränderbar, und weist aufgrund seiner Materialität keine Dynamik mehr auf.
Der virtuelle Datenstrom der 12 HUBbies wiederum aber fliesst immerfort weiter und erzeugt ständig neue Punkte und somit neue Formen.
Es prallen zwei Welten aufeinander, die sich in den Faktoren Raum und Zeit sehr unterschiedlich verhalten, aber trotzdem einen Bezug zueinander haben.

Im weiteren dienen die Realraumkörpermodelle dann als Projektionsfläche für den sich kontinuierlich bewegten Datenkörper, der sowieso in entsprechender Form veranschaulicht werden soll.

Welche Daten aber schicke ich in den HUBraum?
Variante A: körperliche Eigeninitiative
Die Sensorengeschichte wird funktionieren und ich hab als Besucher die Möglichkeit mich inklusive eines Sensors, der drei Koordinaten an den HUB schickt, durch den Raum zu wandeln und mich körperlich zu verausgaben.

Variante B: automatisch prozessorientiert
Mittels einer Formel ( xayaza=(x1y1z1+x2y2z2+...+x12y12z12)/2..... oder zB Mittelpunktsberechung aller im Raum befindlichen Punkte) lässt sich wiederum ein neuer Raumpunkt berechnen. Funktioniert immer, sofern jemand anderer den HUBraum mit Daten beschickt.